Wissenswertes

Arbeiten am Bienenvolk im Jahresverlauf im Überblick

Frühjahr
• Kontrolle der Futtervorräte und auf Weiselrichtigkeit
• schwache Völker auflösen
• Baurahmen geben
• Platz erweitern für erwarteten Nektareintrag
• Honigraum freigeben
• möglichst viele Mittelwände geben zur Wabenerneuerung und Wachsgewinnung
• Frühlingsblütenhonig schleudern
• Schleuderung von Sortenhonigen wie z.B. Obstblüte, Rapsblüte u.a. ist möglich
• Verjüngung des Bestandes durch Ablegerbildung und Königinnenzucht
• Schwarmverhinderung
• Varroabekämpfung durch Baurahmenentnahme

Sommer
• Sommerblütenhonig schleudern
• Schleuderung von Sortenhonigen wie z.B. Robinie, Linde, Klee, Sonnenblume u. a. ist möglich
• Pflege der Jungvölker
• ab Mitte/Ende Juli Ende der Saison
• Anpassung des Raumbedarfs an die Volksstärke
• Fütterung des Winterfuttervorrates mit Zuckerlösung
• Varroabehandlung mit Ameisensäure
• Verhinderung von Räuberei

Herbst
• Abräumen des Futtergeschirrs
• Wetterschutz für den Winter anbringen

Winter
• Kontrolle des Bienenstandes ca. einmal im Monat
• Beheben von Schäden durch Sturm,Schneelast etc.
• Weiterbildung durch Besuch von Fachveranstaltungen u.a.


Honiggewinnung

Von der Wabe ins Glas

Die Honigwaben sind reichlich gefüllt. Jetzt wird mittels Refaktometer der Feuchtigkeitsgehalt  des Honigs gemessen (ca. 16 - 18 % Restfeuchte) je nach Sorte und Jahreszeit.  Sofort nach der Ankunft zu Hause werden die Waben entdekelt und geschleudert.
Der Honig wird gesiebt und in Lebensmittelechte Behälter abgefüllt.  Je nach Sorte, ruht der Honig 7 - 21 Tage, dann wird er mittels flacher Kelle abgeschäumt und bis  zum Abfüllen bei 10° - 15°C eingelagert. Zum Abfüllen wird der nun feste Honig (bei max. 40°C )  verflüssigt und anschließend in die gewünschten Gebinde abgefüllt und entsprechend der gesetzlichen lebensmittetrechtlichen Bestimmungen beschriftet.

 

Honig - Natur pur

Honig ist ein naturbelassenes Produkt, das durch den Imker ohne Zusätze oder verändernde Behandlungen gewonnen  wird. Honig wird von Natur aus fest, er kristallisiert. Wie schnell das geschieht und wie fest der Honig wird, ist von der  Honigsorte abhängig. Manche Honigsorten (z. B. Rapshonig) werden innerhalb weniger Tage fest, andere Sorten wie z.B.  Robinienhonig kristallisieren erst nach Monaten. Fester Honig ist kein Qualitätsmangel. Fester Honig kann durch Erwärmung  im Wasserbad auf maximal . 40°C schonend verflüssigt werden. Höhere Temperaturen schaden den wertvollen  Inhaltsstoffen.

 

Tipp zur Lagerung von Honig
Honig stets trocken, kühl und dunkel lagern, um die wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten. Das Honigglas sollte immer  dicht verschlossen sein, da Honig leicht andere Gerüche und Feuchtigkeit anzieht. Honig kann so bis zu zwei Jahre ohne  Qualitätseinbuße gelagert werden.

 

Thüringer Honigsorten
Honig ist nicht gleich Honig. Je nach Pflanzenangebot und Witterungsverlauf tragen die Bienen unterschiedlich zusammengesetzten  Nektar ein und bereiten dadurch verschiedene Honige. Da sich Bienen auf eine ausgewählte Blütenart  (Trachtquelle) einfliegen und spezialisieren, also „ blütenstet“ sind, können bei einem großem Angebot der gleichen  Pflanzenart (Massentracht) Sortenhonige erzeugt werden.

 

Kalt geschleudert?
Nach Entnahme der Honigwaben werden diese möglichst zeitnah am gleichen Tag geschleudert, bei der Entnahme der  Waben haben Sie eine Temperatur von etwa 34° - 36 °.

 

Wussten Sie schon ?

• aus befruchteten Eiern der Königin werden weibliche Bienen und aus unbefruchteten Eiern entstehen männliche, die Drohnen

• 10 Bienen wiegen 1 Gramm

• 6.600 Bieneneier wiegen 1 Gramm

• 1.000 Bienen erzeugen 9 Gramm Wachs

• 20 Gramm Wachs werden für den Bau von Waben benötigt, um 1.000 Gramm Honig einzulagern

• pro ein Kilogramm Honig ist eine Flugstrecke von 200.000 Kilometer notwendig, das entspricht ungefähr 6 Erdumrundungen

• eine Honigbienen legt in ihrem Leben etwa 800 Kilometer zurück

• in einem Bienenvolk überwintern etwa 20.000 Bienen

• im Sommer leben in jedem Bienenvolk etwa 40.000 bis 60.000 Bienen

• in einem Wespennest leben bis zu 4.000 Einzelwesen

• in einem Hummelnest leben bis zu 600 Einzelwesen